Wie bereits angekündigt befasst sich unser Eintrag aus Siem Reap bzw. den Tempelanlagen von Angkor mehr oder weniger ausschliesslich mit Steinen.
Nachdem wir nachmittags in Siem Reap angekommen sind und unser sehr nettes Guesthouse mit noch netterer Dachterrasse bezogen haben, haben wir erstmal ein bisschen die Stadt angeschaut. Ziemlich ungeil und im Gegensatz zu Battambang voller Touris, Touribars, Tourirestaurants usw. Die eine Strasse hieß sogar Pubstreet und sah ein wenig nach El Arenal aus (andererseits gabs dort wenigstens ne Bar, die Super Bowl übertragen hat, so konnten wir gemütlich frühstücken und das Spiel sehen). Drum hieß es für uns erstmal nach richtigen einheimischen Restaurants Ausschau halten. Und ja, der Spruch über die Kambodschaner stimmt. Sie essen einfach alles, sogar Hamburger! So gab es für mich am Ende Ente mit roten Ameisen (ich wollte ja eigentlich Schlange, gabs auf der englischsprachigen Karte aber nich. Dafür hat die Ente nach ziemlich viel unterschiedlichem Fleisch geschmeckt, war schon komisch und die Erklärung kam als ich ein lustiges kleines Entenherz auf meinem Löffel liegen hatte, ich erspar euch die Fotos). Im Endeffekt hätte es wohl auch Schlange gegeben, weil am Nachbartisch teilten sich ein paar Typen ne Schildkröte. Und das beste dabei sie gar keinen Teller benötigten, den bringt das praktische Tier ja gleich mit. In jedem Fall sind wir mit dem kambodschanischen Essen bis auf wenige Gerichte nicht so warm geworden und daher freuen wir uns in dieser Hinsicht richtig auf Thailand.
Nun aber zu den Tempeln. Am ersten Tag haben wir uns im Guesthouse zwei Fahrräder gemietet und haben die näher an Siem Reap liegenden Tempel Angkor Wat, Angkor Thom, Ta Keo und Ta Prohm mit dem Rad erkundet. Und wie ihr euch sicher vorstellen könnt, bei knapp 40 grad im Schatten (merke gerade, dass ihr euch das gar nicht vorstellen könnt, naja egal) haben wir geschwitzt wie die Schweine. War aber trotzdem nen ziemlich großer Spaß und ne echt beeindruckende Erfahrung. Von Angkor Wat selbst waren wir zwar ein wenig enttäuscht, halt alles voller Menschen und zu gut in Schuss der Tempel, aber gerade die etwas runtergekommenen und von der Natur eingenommen Tempel etwas abseits der Massen waren echt schön.
Am zweiten Tag haben wir uns dann wie die meisten anderen Touris nen Fahrer genommen und sind per TukTuk die etwas abgelegeneren Tempel, die schon fast im Grenzgebiet von Thailand liegen, angefahren. Auf dem Weg dorthin noch in einem Landmine Museum gewesen und irgendwann dann zurück nach Siem Reap.
Alles in allem also mal wieder nen paar Tage ordentlich Kultur gemacht und haben daher allen Grund, in Thailand mal wieder richtig zu urlauben. Nach unserem Weg hier nach Kho Phangan haben wir das auch bitter nötig. Wollten eigentlich vorgestern um 19:30 nen Sleeping Train von Bangkok aus nach Süden nehmen und sind daher früh und mit nem Taxi los aus Siem Reap. Waren auch um 10 an der Grenze und sind dort recht schnell in nen Mini Bus gekommen. Bloß wer konnte ahnen, dass sich der Fahrer auf dem Weg nach Bangkok erst verfährt (gibt eigentlich nur eine große Strasse), beim Tanken 1 Stunde braucht, und dann alle Leute einzeln bei totalem Berufsverkehr in einer Stadt, die gefühlt 10 mal so groß wie London und durch die Überflutungen im letzten Herbst voller zerstörter Strassen ist, nach Hause fährt. Blöd auch, dass er kein Wort Englisch sprach und wir mit Hilfe des einzigen englischsprechenden Kambodschaners und seiner thailändischen Freundin über drei Ecken erklären mussten, dass wir nen Zug erreichen mussten. Lange Rede, kurzer Sinn. Kamen um 19.40 ziemlich fertig am Bahnhof an, haben dann nen normalen Zug um 22.50 bis Chumpong genommen, wo dann gestern um 7 in der Frühe der Katamaran losfuhr. 3,5 Stunden später waren wir dann endlich auf Kho Phangan und eine weitere Stunde später, nach einer Fahrt über eher unbefestigte Straßen, in unserem Bungalow.
Hier auf der Insel genießen wir jetzt 8 oder 9 gemütliche Tage in den ein oder anderen mehr oder weniger abgelegenen Buchten und werden dann aus Bangkok wieder berichten.
Bis dahin erstmal Tschüss
Jule & Coco
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Mönche beim Sighseeing
über Stock und Stein mit unserem Radel
Heiß, so heiß! Und staubig....
Angkor Wat aus der Ferne...
...und von Nahem
Jules neues Schmetterlingstattoo

























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