Nachdem wir den 1. Weihnachtsfeiertag leicht verkatert bei 40 Grad am Pool liegend verbrachten, hieß es am 26. mal wieder in aller Frühe aufzustehen, um unsere 3 Tagestour ins Outback zu starten. Also um 5:30 aus den Federn, und um 6 mit dem Bus vor dem Backpacker von Jim, unserem Tourguide für die nächsten Tage aufgegriffen. Erneut hatten wir verdammt viel Glück mit unserem Guide, derber Humor, verdammt interessante Information zur Geologie, aboriginianischen Geschichte und und und. Ein Glück, dass man bezüglich der Gruppe nicht unbedingt behaupten konnte. Zunächst war der kleine Reisebus, der uns die nächsten Tage durchs Outback fahren sollte aufgrund der Tatsache, dass viele Touranbieter zwischen Weihnachten und Neujahr gar nicht starten, bis zum letzten Platz ausgebucht. Daruber hinaus war jeder 2te Teilnehmer Asiate und konnte kaum englisch. Der Rest war bis auf wenige Ausnahmen ein Panoptikum an Nerds und Schweizern... und vor allem Schweizer Nerds, die auch kaum englisch konnten. Als die eine Schweizerin dann auch noch am ersten Abend im Bus frug, nachdem Jim tatsächlich zum ersten mal Down Under von Men at Work auf seiner Playlist anmachte, was dies denn sei und ob das Lied denn was mit Australien zu tun habe, traten uns Tränen in die Augen. Naja, ich will mal nich übertreiben, nen paar richtig nette Leute waren auch dabei. Und die Tour mit Ausnahme der riesigen Distanzen im Outback echt verdammt schön.
Los ging es nach der Fahrt von Alice Springs ins Outback mit einer kurzen Wanderung in den Kata Tjuta und im Anschluss zum Sonnenuntergang zum Uluru (hieß früher als die Australier ihre Eineborenen noch nicht so zu schätzen wussten auch mal Ayers Rock), der aufgrund bewölkten Himmels eher bescheiden ausfiel. Danach dann in unser Camp für die Nacht wo wir nach einem leckeren Barbecue mit Camel Sausages undmal wieder Kageroo Steak aufgrund einer Sturmwarnung nicht im freien sondern in Zelten schlafen mussten. Am Morgen hieß es dann mal wieder etwas früher raus, besser gesagt um 4, und zum Sonnenaufgang zum Uluru. Anschließend von Jim eine sehr informative Einführung in die Geschichte der Aborigines und die Bedeutung des Uluru erhalten und danach einmal rundherum gelaufen.
Danach dann weiter zu unserem Lager am Kings Canyon wo wir unsere Swags (oder auch Aussie Bedroll) auspackten und uns in totaler Dunkelheit unter dem beeindruckendem Sternenhimmel ausbreiteten. Da die meisten anderen ja wie gesagt etwas hohl waren und sich nur über die Ameisen und die auf dem Damenklo gefundene Red Back Spinne auskästen, schmissen wir einfach unseren Swag auf den Anhänger und blieben so von allem Getier verschont.
Am nächsten Tag hieß es dann mal ausschlafen, also bis 5 und dann zur sehr beeindruckenden 3,5 Std Wanderung im Kings Canyon. Danach ein letztes Lunch und zurück nach Alice Springs.
Von dort ging es dann am 29. mit dem Ghan runter nach Adelaide, wo der Mietwagen auf uns warten sollte. Da wir ja nur den "günstigen" Backpacker Seat gewählt haben, waren wir ja gespannt auf den zu erwartenden Reisekomfort. 2m Beinfreiheit auf den zu Liegesitzen verstellbaren Sitzen sowie ein extra Restaurant- sowie ein extra Loungeabteil für die knapp 40 Passagiere unserer Klasse waren dann doch recht ordentlich und wir fast schon wehmütig als wir nach 24 Std und einer 30 minütigen Zeitverschiebung in Adelaide eintrafen.
Bis Bald und mehr von der Great Ocean Road, mit Koalas und so...
Jule & Coco
Kata Tjuta
Mount Conner
Nachtquartier im Swag auf dem Hänger.
Kings Canyon
Unsere lustige Truppe























Ahh. Der Berlinschal. Dann kann ich ja Australien jetzt von meiner Liste streichen.
AntwortenLöschenHömma uff, der schal endet noch in nem ehestreit, weil ich ihn immer schleppe und monsieur ihn vergisst...
AntwortenLöschenDem Jungen in weiß mit Schlapphut fehlt ja nur noch das Schmetterlingsnetz auf der Suche nach den Mohrenfaltern, Weißlingen oder Bläulingen wie bei dem Typen aus Karl May.
AntwortenLöschenJa mein Pferd und meine Stiefel, ja mein Hemd und meine Sporen. Mein Gewehr meine Weste und mein Hut. Das alles steht mir gut. Ja die Kakteen und der Sand, die Prärie mit ihren Büffelnl. Indianer, Kojoten und der Wald - Hier werd ich alt!
AntwortenLöschen[ From: http://www.metrolyrics.com/texas-lyrics-helge-schneider.html ]
Das mit dem Schmetterlingsfänger hat meine Mutter auch gleich gesagt :) ich hab ihn ja Indianer Jones genannt.
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