Donnerstag, 22. Dezember 2011

Es tut uns leid, aber da müsst ihr jetzt durch!

Unseren Segeltrip in den tropischen Whitsundays können wir euch nicht vorenthalten. Winter, Weihnachten und Schnee sind noch ein ganz schönes Stück unwirklicher geworden.
Wir hatten unseren Trip ja in großer Eile in Brisbane gebucht und hatten etwas Bauchweh, dass wir nicht mehr die Zeit hatten, dass Boot zu checken. Immerhin wussten wir, dass nur 14 Gäste an Board Platz haben (und nicht, wie auf vielen der Backpackerpartybooten, zwischen 20 und 30), dass richtig gesegelt wird und Mithilfe nicht unerwunscht ist. Alle Sorge war aber sowas von unbegründet. Das Boot, die Eureka II, war super. Eine Regattayacht, die auch immer noch bei Regatten gesegelt wird. Unsere netten Mitreisenden waren Briten, Iren, Franzosen und ein Schweizer. Da Deutsche scheinbar Neuseeland und Australien kolonialisieren wollen, war es erstaunlich, dass wir die einzigen Deutschen an Board waren. Das allerbeste war allerdings die Crew. Der supergechillte Capitan Mel, ein braungebrannter Segler, dessen Onkel das Boot gebaut hat und der mit diesem Boot fast jährlich die Sydney-Hobart Regatta segelt und sein Skipper Dave, ein total durchgeknallter Ozzi mit dem schlimmsten Down Under Akzent, waren einfach nur der Hammer. Untstützt wurden sie von Jason, einem in Matzdonien lebenden Briten, der irgendwie seinen Urlaub zum Teil auf dem Boot verbracht hat. Die drei waren ein super lustiges, nettes Team, dem man gerne bei der Arbeit zugeschaut hat. Und richtig gut, viel und abwechslungsreich kochen konnten sie auch noch. Selbst für die veggieterribles, wie sie uns nannten.

Los ging's am Sonntag früh um 9 und gleich nach Verlassen des Hafens wurden unter Mithilfe der esten Freiwilligen auch sogleich die Segel gehisst und es wurde doch recht wild losgesegelt. 

Nach dem ersten Lunch in einer schönen Bucht wurden wir in sexy Stingersuits gesteckt und zum ersten Schnorchelriff gebracht. Stingersuits sind sowas ähnliches wie Neoprenanzüge nur in ganz dünn und sollen vor den gefährlichen Quallen, die da planschen, schützen. Nach dem Schnorcheln und dem afternoon tea gab es auf dem Weg zum abendlichen Ankerplatz noch ein recht actionreiches Rennen mit einem der anderen boote. Wir mussten beim Kreuzen auf dem Oberdeck immer wild von einer zur anderen Seite krabbeln. 

Am zweiten Tag begannen wir am beeindruckenden Whitehaven Beach, fuhren dann weiter zu einem neuen Riff zum Schnorcheln und dann ging's übers offene Meer bei kraftigem Wind und in der Hoffnung mit der hinten vom Boot ausgeworfenen Angel nen Thunfisch zu erlegen weiter zu unserem zweiten Ankerplatz für die Nacht ganz im Norden der Whitsundays. 

Von dort ging es dann am folgenden morgen auf die wunderschöne kleine Langford Island (eigentlich nur ein langgezogener Strand mit angeschlossener Insel), wo wir wieder einige Stunden zum chillen und Schnorcheln hatten. Und hier hat's uns doch schnorcheltechnisch stark an Fiji erinnert. Direkt vom Strand rein und 20m weiter begann das Riff. Und was die unerwasserwelt betrifft echt beeindruckend. Mit riesigen Meeresschildkröten geschorchelt (besser als Yoga) und dann noch nen Stachelrochen einige Meter unter mir, der aus dem Sand Aufstieg. Der is dann zum Glück davongeschwommen ist. War doch recht angespannt, man denke nur an Steve Irvin.

Als wir dann zurück nach Airlie geheizt sind, Mel und Dave haben nochmal alle Register gezogen, waren wir echt etwas wehmütig. Die Leute waren alle so nett und das Segeln hat so einen Spass gemacht, das hätte noch länger dauern können. Dafür sind wir abends noch alle zusammen ausgegangen, was etwas fatal war, da wir am nächsten morgen um 5 aufstehen mussten, um den Bus nach Townsville zubekommen. Immerhin konnten wir diesmal im Bus gut schlafen :)

So und nun zu den Bildern, viel Spass!

Unsere Koje

Whitehaven Beach 


Schwarze Füße auf weißem Sand 

Sexy Stingersuits

Men at work

Langford Island

Die Eureka

Batfish neben dem Boot

Segel setzen für die letzte Fahrt

Jule mit Dave und Mel


Team Vegiterrible






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